Page 2 - Im Dialog Ausgabe 25 2022
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Meldungen
    Lecker zu mehr Darm- gesundheit: Joghurt
Joghurt entsteht durch die Aktivität von Bakterien. Sie leben nicht nur im fertigen Produkt, sondern überstehen auch die Magensäure und gelangen so bis in den Darm. Dort sind die Milchsäurebakterien in der Lage, das Mikrobiom (die im Darm lebende Bakteriengemeinschaft) zu be- einflussen. Ein britisch-französisches Forschungsteam fand den Nachweis für weniger Bauchfett und eine bessere Darmgesundheit bei den Joghurt-Fans. In deren Darm wurde eine mindestens vorübergehende Zunahme von Bakteri- en nachgewiesen, die als Starterkulturen bei der Joghurt-Produktion eingesetzt werden. Darüber hinaus profitierte diese Gruppe von einer verbesserten Stoff-
Eine mitwachsende Herzklappe für Kinder
Jedes Jahr werden auf der Welt etwa 400.000 Kinder mit einem Herzklap- pendefekt geboren, der nur mit einer neuen Herzklappe behoben werden kann. Ein riesiges Problem dabei ist, dass es bisher keinen Herzklappener- satz gibt, der mitwächst. Das Team um den Kinderkardiologen Dr. med. Boris Schmitt arbeitet bereits seit 2010 an einem lebenslang haltbaren Klappen- implantat aus Eigengewebe.
wechselgesundheit. Und, naja, lecker ist er auch noch.
Quelle: Das GesundheitsPortal für innovative Arzneimittel
Ein Avatar gegen Angst
In einer furchteinflößenden Situati- on empfinden viele Menschen weni- ger Angst, wenn sie diese nicht allein durchstehen müssen. Was aber ist mit den Menschen, die unter einer ausge- prägten Sozialphobie leiden? Bei denen die Angst, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren, größer ist als die Sorge vor furchteinflößenden Situationen?
Der Ansatz: Auf Basis hochauflösender CT- oder MRT-Bilddaten wird geplant, wie die neue Klappe beschaffen sein muss und wann die defekte Herzklappe ausgetauscht werden sollte. In einem schonenden minimalinvasiven Eingriff soll dann Eigengewebe aus dem Herz- beutel entnommen und noch während der Operation in eine neue Herzklappe umgeformt, in einen Stent eingenäht und per Katheter implantiert werden. Aktuell wird an einem Stent gearbeitet, der sich im Körper auflöst. Denn nur so kann die Klappe mitwachsen und sich anpassen.
Denen kann ein virtueller Begleiter durch die Angst helfen. Das zumin- dest sagt eine Studie, die Ende 2021 in Translational Psychiatry erschienen ist und für die Grit Hein, Professorin für Translationale Soziale Neurowis- senschaften, verantwortlich war: „In aller Kürze zusammengefasst zeigen wir, dass Angst auch durch die ‚Anwe- senheit‘ einer virtuellen Person gemin- dert werden kann, insbesondere bei sozial ängstlichen Frauen. Und ganz generell scheinen Frauen mehr von der Anwesenheit Dritter zu profitieren als Männer“, fasst Hein die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen. Für die Behandlung von Angststörungen könne diese Erkenntnis potenziell von praktischer Bedeutung sein.
Quelle: Translational Psychiatry; https://doi. org/10.1038/s41398-021-01761-5
Es ist noch ein weiter Weg, bis der Ein- griff tatsächlich stattfinden kann. Noch ist das Forschungsteam im tierexperi- mentellen Versuchsstadium und führt Implantationen an Schafen durch. Das Projekt „Kinderherzklappe“ wird ab sofort vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre gefördert. Parallel wird das Forschungsteam auch vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) unterstützt.
Quelle: https://www.dhzb.de/presse/news/ detailansicht-meldungen/ansicht/pressedetail/ eine-mitwachsende-kinderherzklappe
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